Fragen & Antworten zu Drohnen & Multikopter

Die folgenden Informationen sollen unseren Kunden die wichtigsten Fragen zu den rechtlichen Grundlagen für den Betrieb von Drohnen und Multikoptern darlegen.

Gesetzliche Bestimmungen

Ich möchte in der Nähe eines Flughafens fliegen, aber meine DJI Drohne hebt nicht ab

Das Geospatial Environment Online (GEO) von DJI limitiert den Start oder Flug in Gebieten, das Sicherheitsbedenken aufwirft.

Die eingeschränkten Flugzonen werden in drei Kategorien unterteilt:

  1. Warnzone. In diesen Zonen, welche nicht zwingendermassen auf der GEO GO Karte erscheinen, erhalten Nutzer eine Warnung, die für ihren Flug relevant sein kann. Beispiel Warnzone: Ein Naturschutzgebiet.
  2. Autorisierungszone. In diesen Zonen, die gelb auf der DJI GO Karte eingezeichnet sind, erhalten Nutzer eine Warnung und der Flug ist standardmässig eingeschränkt. Autorisierungszonen können von autorisierten Nutzern mit Hilfe eines verifizierten DJI Accounts freigeschaltet werden. Beispiel Autorisierungszone: Ein Modellflugzeug Club in der Nähe eines Flughafens.
  3. Eingeschränkte Zone: In diesen Zonen, die rot auf der DJI GO Karte eingezeichnet sind, wird der Nutzer eine Warnung erhalten und der Flug wird verhindert. Beispiel eingeschränkte Zone: Washington D.C. Falls Du glaubst, Du bist autorisiert in der eingeschränkten Zone zu fliegen, kontaktiere flysafe@dji.com

Falls ein Flug in ein solches Gebiet von offiziellen Stellen autorisiert wurde, erlaubt GEO den DJI Nutzern mit einem verifizerten Account diese Gebiete kurzzeitig freizuschalten. Diese Freischaltung kann über diesen Link erfolgen.

Das GEO System gilt nur als Empfehlung. Manchmal stimmen die Zonen im GEO System nicht mit den Parametern oder Formen offizieller geospatialer Funktionen überein aufgrund der Häufigkeit von Vorsichtsmaßnahmen oder technischer Gründe. Jeder Nutzer ist verantwortlich, offizelle Quellen zu überprüfen, um festzulegen, welche Gesetze und Regulationen für das Gebiet gelten.

Weiter Informationen zum GEO gibt es hier.

Brauche ich für den Betrieb einer Drohne eine Bewilligung

Für den Betrieb von Drohnen und Flugmodellen mit einem Gewicht von weniger als 30kg brauchst du keine Bewilligung. Also ist der Betrieb unserer Drohnen wie z.B. der DJI Phantom 4 oder der DJI Inspire Pro bewilligungsfrei.

Brauche ich für den Betreib einer Drohne eine Versicherung?

Wer eine Drohne oder ein Flugmodell mit mehr als 500 Gramm Gewicht betreibt, muss für allfällige Schäden eine Haftpflichtdeckung im Umfang von mindestens 1 Million Franken gewährleisten.

Darf ich mit meiner Drohne über eine Menschen fliegen?

Über Menschenansammlungen bzw. im Umkreis von 100 Metern von Menschenansammlungen dürfen Drohnen ohne Bewilligung nicht betrieben werden. Als eine Menschenansammlung gelten mehr 24 Personen und mehr im Umkreis von 100 Metern.

Darf ich in der Nähe eines Flugplatzes fliegen?

In der Nähe von Flugplätzen bestehen Einschränkungen für Flüge von Drohnen und Flugmodellen. Es ist zum Beispiel nicht gestattet, solche Fluggeräte näher als 5 Kilometer von den Pisten entfernt fliegen zu lassen. Im Allgemeinen gilt es, die Flugzonen zu beachten. Es ist nicht überall gestattet, einen Kopter zu starten oder auf beliebige Höhen zu bringen. Weitere Informationen finden Sie bei www.flyland.ch.

Was ist eigentlich eine Drohne?

Bei Drohnen handelt es sich um unbemannte, ferngesteuerte Luftfahrzeuge, die bestimmten Zwecken dienen wie etwa Bildaufnahmen, Vermessungen, Transporten, wissenschaftlichen Untersuchungen usw. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Einsatz gewerbsmässig, privat, beruflich oder wissenschaftlich erfolgt. Im Zusammenhang mit Drohnen wird häufig der Begriff „Unmanned Aircraft System“ (UAS) oder „Remotely Piloted Aircraft System“ (RPAS) verwendet, der das ganze System – bestehend aus Fluggerät, Bodenstation und Datenverbindungen – bezeichnet.

Darf ich überhaupt Videos aus der Luft mit meiner Drohne aufnehmen?

Ja, Luftaufnahmen sind zulässig, sofern die Vorschriften zum Schutz militärischer Anlagen und zum Schutz der Privatsphäre (Datenschutzgesetzes) beachtet werden.

Wo gibt es weitere Informationen zu Drohnen?

Weitere Informationen bietet die Seite vom Bundesamt über Zivilluftfahrt BAZL oder auf den Seiten des Datenschutzbeauftragten EDÖB. Viele Informationen enthält auch der Bericht des BAZL.

Wo gibt es den Flyer vom BAZL betreffend Drohnen?

Den Flyer vom BAZL kannst du hier herunterladen.

Wo gibt es Informationen zur Bewilligung von Flügen ohne Sichtkontakt?

Wo gibt es Informationen zur Bewilligung von Flügen ohne Sichtkontakt?

Hier findest du eine Auswahl der wichtigsten Gesetze im Zusamenhang mit Drohnen und FPV (nicht abschliessende Liste):

Darf ich meine Drohne auch autonom, also automatisch, fliegen lassen?

Ein automatisierter Flug (autonomer Betrieb wie z.B. Return to Home oder Waypoints) innerhalb des Sichtbereiches des Piloten ist erlaubt, sofern dieser bei Bedarf jederzeit in die Steuerung eingreifen kann. Wer also seine Fernsteuerung in den Händen hält und sich die Drohne im Sichtbereich des Piloten befindet, darf diese auch autonom fliegen lassen, sofern er auch fähig ist, die Kontrolle im Notfall wieder zu übernehmen.

Drohnen, GPS und Sonnenstürme

Kann ein Sonnensturm einen Einfluss auf die Qualität des GPS Signals haben?

Ja, ganz klar. Sonnenstürme können das GPS Signal stören und einen Kopter von seinem Kurs abbringen. Fliege nur, wenn keine Sonnenstürme bevorstehen oder aktiv sind. Ein KP-Index ab 3 kann Störungen hervorrufen. Bei KP Index ab 5 sollte nicht mehr geflogen werden. Weitere Informationen gibt es auf dem nachfolgenden KP-Index Bild und beim Planetary-K Index des Space Weather Prediction Center (SWPC).

Planetary K Index

Planetary K-Index Bild; Quelle: Space Weather Prediction Center (SWPC)

Was bedeutet der Planetary K-Index des Space Weather Prediction Centers (SWPC)?

Der Planetary KP-Index ist eine Darstellung der Teilchen-Strahlung, die auf die Erde trifft und deren Auswirkung auf das Erdmagnetfeld. Es gibt eine Skala von 1 bis 9, wobei 1 bis 3 in grün und 4 in gelb angezeigt wird. Ein Wert von 1-3 auf der Skala stellt eine geringe Veränderung des Magnetfeldes darstellt. Werte von 5 oder mehr sind rot markiert und kritisch für die genaue Bestimmung einer GPS Position in Verbindung mit einem Magnetkompass. Multikopter Flugsteuerungen werden ab einem Wert von 5 deutlich gestört und können zu unvorhersehbaren Flugmanövern führen. Bitte vermeide deshalb die Benutzung von GPS- / kompassgestützten Systemen während der roten KP Phase.

Drohnen und Limo Batterien und deren Transport im Flugzeug

Kann ich mit meiner Drohne und LiPo Batterien im Flugzeug in die Ferien reisen?

Seinen Multikopter mit dem Flugzeug zu transportieren ist grundsätzlich möglich. Der Kopter selber ist dabei nicht das Problem, sondern die <a href=“https://www.premiairmedia.ch/produkt-kategorie/zubehoer_ersatzteile/power_ladegeraete_batterien/“>LiPo Akkus (Lithium Polymer Batterien)</a>. Den Kopter kann man entweder in einem gut geschützten Koffer entweder als eingechecktes Gepäck abgeben oder – wenn es die Grösse erlaubt – nimmt man ihn als Handgepäck z.B. in einem <a href=“https://www.premiairmedia.ch/produkt-kategorie/zubehoer_ersatzteile/rucksaecke_transportkoffer/“>geeigneten Rucksack oder Transportkoffer</a> mit.

Was gelten für Regelungen für LiPo Akkus in Flugzeugen?

Es gelten die folgenden Regelungen für den Transport von LiPo Akkus in Flugzeugen:

LiPos müssen im Handgepäck transportiert werden. Sie sind im eingecheckten Gepäck verboten, weil ein Feuer, welches durch eine LiPo Batterie verursacht wird, in der Kabine besser bekämpft werden kann, als im Frachtraum.
LiPos müssen einzeln verpackt transportiert werden oder die Stecker müssen abgeklebt sein, um Kurzschlüsse zu verhindern. Wir empfehlen dazu unsere LiPo-Safe-Bags.

Was ist die maximal zulässige Grösse und Anzahl LiPo Akkus, welche ich ins Flugzeug nehmen kann?

Die Menge der LiPo Batterien, die ins Flugzeug mitgenommen werden darf, kann von jeder Fluggesellschaft oder von jedem Land individuell festgelegt werden. Allgemein gelten die Regulierungen der IATA (International Air Transport Association). Ein kurzer Check mit seiner Fluggesellschaft ist aber empfohlen. Hier die wichtigsten und oft geltenden Regelungen:

  • LiPos mit einer Leistung von weniger als 100 Wh dürfen im Handgepäck (meist bis max. 7kg) mitgenommen werden.
  • LiPos mit einer Leistung von 100Wh bis 160Wh dürfen maximal zwei im Handgepäck mitgeführt werden.
  • LiPos grösser als 160Wh sind in Passagierflugzeugen nicht erlaubt. Sie müssen via Cargo transportiert werden.

Wie berechne ich nun diese 100 Wh?

LiPos werden in Watt-Stunden (Wh) eingeteilt. Diese berechnet man, in dem man Ampere-Stunden (Ah) mit Volt (V) multipliziert. Man rechnet pro Zelle (S) mit 3.7V.

Beispiel: Ein 4’500 mAh 6S Lipo Akku hat also: 4.5Ah * 22.2V = 99.9Wh.

Gelten diese Regelungen auch für den Spezialfall USA?

Wie erwähnt, gibt es für einzelne Länder oder Fluggesellschaften Spezialrichtlinien. Ein Land davon ist die USA. Hier sind die Regelungen der FAA (Federal Aviation Administration) relevant, welche grössere LiPos zulässt. Dabei ist die Anzahl LiPo Akkus unter 100Wh lediglich durch das zulässige Gewicht des Handgepäcks von meist 7kg beschränkt. Man darf hier aber auch maximal zwei LiPo Akkus von 100Wh-300Wh im Handgepäck mitgeführen.

Was gibt es für Tipps und Tricks im Zusammenhang mit dem Umgang von Drohnen und Batterien am Flughafen und im Flugzeug?

Die folgenden Erfahrungen und Tipps sind meine eigenen Erfahrungen und werden ohne Garantie abgegeben:

  • Der Sicherheitsmitarbeiter am X-Ray schaut sich die Batterien im Koffer / Rucksack länger an als üblich. Jetzt nur nicht nervös werden. Das ist normal und hat nichts zu bedeuten. Er muss diese Batterien genauer durchleuchten als andere Gegenstände.
  • Weiter steht bei meiner Fluggesellschaft der Wahl (Swiss) auf der Webseite, dass Batterien von 100–160Wh nur nach vorheriger Anmeldung erlaubt seien. Allerdings bin ich mehrmals ohne Probleme durch den Sicherheitscheck gekommen ohne meine 133Wh LiPos vorher anzumelden.
  • Die Sicherheitsmitarbeiter am Security Check kennen die genauen Bestimmungen über den richtigen Umgang mit den Batterien im Flugzeug oft selbst nicht genau. Die Regelungen auszudrucken und mitzuführen -am besten gleich mit der fertigen Berechnung der Wh – kann in schwierigen Situationen helfen. Es gibt ein gutes PDF von der IATA und von der FAA, welches die erlaubten LiPos aufzeigt.
  • Hartnäckig bleiben, wenn einem die Sicherheitsleute nicht passieren lassen wollen, z.B. wenn sie behaupten, dass die LiPos eingecheckt werden müssen, was nicht stimmt.
  • Man muss unbedingt immer freundlich sein und bei Fragen immer zuvorkommend Antwort geben.
  • Kleinere LiPos machen in der Regel gar keine Probleme.

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